Donnerstag, 15. Februar 2007

kahfing...

... zu deutsch schneiden, schnitzen, eingraben, einritzen, ...
... oder einfach auch nur 'schifoan'...

nach mittlerweile geschätzten 12 jahren war's wieder so weit. ich hab mich wieder auf die brettln gewagt...

die geschichte beginnt dort, wo ich die wagemutige entscheidung treffe, es wiedermal wissen zu wollen, und schifahrn zu gehn. erstes problem - meine heißgeliebten schi (irgendwelche neongrünen 207cm langen schi, mit einer wunderbaren und genialen marker bindung) hab ich nach 10 jahren im keller rumlungern an die ma48 - zur weiteren 'aufbewahrung - übergeben. also neue schi her...
nur einfacher gesagt als getan, denn es gibt ja keine schi mehr, nur mehr 'carver'. ich dachte zuerst, ich bin in der kinderschi abteilung, bis mir der sehr nette verkäufer erklärt hat: 'nein, die sind nur mehr so kurz'. ich hab mich dann für die längsten entschieden - 170(!!) cm - weil sie auch den 'echten schiern am nächsten kommen'...
naja und zum drüberstreuen dann noch eine neue schihose, anorak und so weiter - das einzige was noch original blieb, waren meine schischuhe, welche dank perfekter lagerung die dunkle zeit im keller sehr gut überstanden hatten.

na und dann war's so weit - kärnten, gerlitzen, letztes we. es war ein sehr komisches gefühl, nach so langer zeit wieder in die schischuhe einzusteigen - es war auch recht schwierig, denn ich hatte völlig vergessen, wie die dinger ganz aufgehen, und mich somit in die nur halbgeöffneten schuhe hineingezwängt, als ich dann drin war, is mir wieder eingefallen...
na dann, nix wie rein in die gondel, schi brav draußen befestigt, rauf auf 1000 m. oben wirklich schnee - und andere schifahrer. jetzt war klar, kein zurück mehr. ich schi runter, auseinander genommen, nochmal kurz 'ein fachmännischer blick' auf den belag - oh schreck, keine spurrille mehr in der mitte, wie sollen die dinger dann geradeaus fahren!!!! angstschweiß, aber zu spät, die anderen schon anstellbereit zum weiterführenden sessellift, also augen zu und durch. schi angeschnallt, und los, ajha, schuhe nicht ganz zu, aber egal, hält eh irgendwie. rauf auf den sessellift und auf gehz auf 1911 m. oben traumhafte aussicht, sonne, perfekt eigentlich zum in die sonne legen, aber nein - es schreit nach abfahrt. alle schon leicht ungeduldig - ich wie immer der letzte. also 'ja fahrz voraus, ich komm gleich nach' -> antwort 'wir fahren hinten runter' - 'ja ok'. nach ca. 5 min endlich auch fertig adjustiert - ich hatte wirklich total vergessen, wie meine schischuhe funktionieren - ich dreh mich um - ajha, da gibz zwei 'hinten runter' ein hinten grad und ein hinten links. klar, hinten heißt hinten grad. also ein kräftiger stoß und los gehz. einmal sehr vorsichtig 1 2 schwünge und stehen bleiben und schauen wo die anderen warten. nein sie warten nicht hier... hieß 'hinten runter' vielleicht doch 'hinten links'?? sch... also ich mit den schiern brav im treppenschritt nach oben (ca. 50 m) und dann zur anderen abfahrt rübergeschoben. aber hietzn - wenigstens war ich aufgewärmt... wieder ein paar schwünge und festgestellt, daß es eigenlich eh nicht so schlecht geht.
nach 2 stunden war ich dann schon einigermaßen sattelfest, daß ich mir schon wieder meine üblichen dummheiten (springen, umdrehen, einschifahren, etc.) erlaubte, nach dem nachmittag, waren meine schi und ich auch schon befreundet.
im großen und ganzen war's ein sehr lustiges und lehrreiches wochenende auf schiern, was sicher seine fortsetzung finden wird.